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Nachfolgend finden sie einige lesenwerte und erkenntnisreiche Reflexionen früherer HCI-Gruppen.
Viel Spass beim Durchlesen :
Abschließendes Fazit zu HCI und Lessons Learned –– SoSe 2026
Das Modul Human Computer Interaction hat uns gezeigt, dass das Entwickeln einer App keine einfache einmalige Programmieraufgabe ist. Vielmehr hat uns das Modul gezeigt, wie viel mehr zu einem solchen Entwicklungsprozess gehört und dass es sich nicht einfach auf das Programmieren und die technische Exzellenz beschränkt.
Ein weiteres Learning, welches uns in so gut wie jedem der 5 Meilensteine vor Augen geführt wurde, war, dass das eigene mentale Modell nicht immer mit dem der Nutzer übereinstimmt. Besonders gilt es dabei, aus eigenen Annahmen nicht auf die der Nutzenden zu schließen. Einige der von uns implementierten Funktionen schienen unserer Gruppe zunächst sehr logisch und schlüssig, stellten sich aber nach dem Test mit Nutzern als missverständlich oder unnötig heraus.
Im User Research wurden unsere Hypothesen, die wir persönlich bejaht hätten, durch das teilstandardisierte Interview widerlegt. Auch bei dem UI-Test wurden Elemente nicht so genutzt, wie wir es erwartet hätten. Dies könnte man dem Papierprototypen zuschreiben, allerdings zeigt auch der Usability-Test mit einem echten Prototypen, dass die App aktuell noch einige Stellen mit Verbesserungspotenzial hat.
Eine weitere Schwierigkeit, vor allem beim User Research, bestand darin, unvoreingenommen und neutral an die Erforschung von Fragestellungen zu gehen. Oft hatte jedes Gruppenmitglied eigene Antworten auf die Fragestellungen. Diese galt es aber in der Vorbereitung zurückzustellen, um neutrale Ergebnisse zu erhalten.
Eine weitere Lesson besteht darin, dass man vor allem nach den Usability-Tests merkt, dass der Entwicklungsprozess iterativ ist. Diese Aussage nimmt man in einer Vorlesung zwar gerne einfach als Fakt hin, aber selbst zu erfahren, dass es immer wieder Probleme gibt und neue Thesen, die es zu prüfen gilt, machen dieses Learning nochmal deutlicher.
Generell lässt sich sagen, dass wir einen anderen Blick auf den Gesamtaufwand eines solchen Projekts bekommen haben. Besonders die Bereiche User Research und Usability-Test waren dabei neu für unsere Gruppe. Trotzdem war es spannend, einen solchen teils anstrengenden und aus vielen Iterationen bestehenden Prozess als Gruppe mitzuerleben und selbst und mit allen Freiheiten und Entscheidungsmöglichkeiten umsetzen zu dürfen.
Abschließend lässt sich sagen, dass es zwar eine anstrengende und anspruchsvolle Zeit gewesen ist, der Lerneffekt dafür aber entsprechend groß war und uns langfristig bereichern wird.
Außerdem hätten wir zu Beginn offener sein können. Es bestand immer eine subtile Angst davor, dass Thesen widerlegt werden oder Features, von denen wir dachten, sie seien wertvoll, es dann doch nicht waren. Aber im Endeffekt hat jede widerlegte These zu einer Erkenntnis beigetragen, mit der die App für Nutzer besser gestaltet werden kann. Auch die Erkenntnisse aus den Usability Tests werden dafür sorgen, dass sich die App sich in weiteren Iterationen noch mehr verbessert.